Die HEART Karlsruhe vereint 29 künstlerische Positionen, welche aus dem Umfeld der Kunstakademie
Karlsruhe hervorgegangen sind und sich mit Arbeiten aus Nürnberg, Mannheim, Stuttgart, Leipzig und Berlin
verbinden. Parallel stattfindend zur Art Karlsruhe – jedoch nicht als deren Echo, nicht als Ableger, nicht als
strategisch kalkuliertes Satellitenformat.
Oder doch?
Während andere Formate um Aufmerksamkeit, Relevanz und Erfolg konkurrieren, setzt HEART Karlsruhe bewusst
an einem anderen Punkt an: bei der Kunst selbst und den Beziehungen, aus denen sie entsteht.
HEART ist kein Akronym, kein Konzeptmarker, kein Versprechen von Effizienz oder Sichtbarkeit. HEART meint
Herz: die einfache, aber radikale Entscheidung, sich wiederzusehen, sich zuzuhören, füreinander da zu sein.
Freundschaftlich, hilfsbereit, solidarisch — mit Aufrichtigkeit und ohne negative Hintergedanken.
Die Ausstellung versteht sich als temporärer Raum für Nähe in einer Kunstwelt, die zunehmend von
Beschleunigung, Wettbewerb und Erwartungsmanagement geprägt ist. Hier geht es nicht um Marktpositionierung
oder Karrierelogiken, sondern um das gemeinsame Aushalten von Unsicherheiten, um Vertrauen, um gegenseitige
Unterstützung und um das Teilen von künstlerischen Prozessen, die sich nicht immer sofort verwerten lassen.
Die gezeigten Arbeiten eint weniger Formalität als eine gemeinsame Haltung: Kunst als Beziehung, als Gespräch,
als kontinuierliche Praxis des Miteinanders. Weniger ein Format als ein Zustand, eine kollektive Geste, die sich
dem Übererfolg ebenso entzieht wie dem Zynismus.
In einer Zeit, in der vieles nach außen glänzt, entscheidet sich HEART Karlsruhe für das Innere.
Für das Bleiben und für das Wiederkommen.
Für Kunst und Freundschaft.
19 – 22 Uhr
Kunst, Diskur, Drinks